Strahlentherapie

Mit einem CT werden Ende April alle Vorbereitungen zur Strahlentherapie eingeleitet. Dabei hat mich der Arzt eine gute Stunde über Bestrahlung zugetext, dass ich nur noch ein unangenehmes Gefühl aber keinerlei Info über die Strahlentherapie mit nach Hause nehme. Sie soll täglich für ein paar Minuten sein. Ganz schön zeitaufwendig! Außerdem ist mir ein wenig bange, wie sich die Strahlentherapie anfühlen wird, ob ich sehr müde danach sein werde. Schon die Vorstellung, dass ich jeden Tag in diese dunkle Kammer muss, behagt mir nicht sehr.

Doch ich entscheide mich, daraus etwas Positives zu machen: ich radle jeden Tag mit dem E-Bike ca. 30 min hin und nach der Behandlung wieder zurück und freue mich an der Sonne und singe und rede mit meinem himmlischen Papa in der himmlischer Sprache, die er mir geschenkt hat.

Während der Bestrahlung bete ich:

Jesus, bestrahle mich mit Deiner Sonne – you are the Son!

Und um Bewahrung vor zu vielen (schädlichen) Strahlen und deren Nebeneffekten wie Verbrennungen:

Der Herr behütet dich; der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. (Psalm 121, 5-6)

Die Glut der Sonne – Aquarell © hsr

Doch in der Zeit beschäftigt mich sehr stark meine berufliche Zukunft. Ich träume viele Schulsituationen. Kann ich wieder an die Schule zurückkehren? Schaffe ich es? Kann ich den Geräuschpegel ertragen und die vielen gleichzeitigen Anforderungen? Ich fühle mich bei Menschenansammlungen so schnell überfordert. Doch ich war auch gerne Lehrerin und mag es sehr, junge Menschen zu begleiten und ihnen etwas beizubringen.

Eines Tages sagt Gott zu mir:

„Heike, die Welt ist dein Klassenzimmer. Das ist keine Beschränkung, dass du aus dem aktiven Unterrichten herausgehen wirst, sondern eine Beförderung und eine Ereweiterung deines Gebietes.“

Wie dies konkret aussieht, verstehe ich zwar nicht. Doch Klarheit und Friede kommt in meine Zukunftsfragen.

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