Das erste Weihnachten – eine heile Welt?

Beduinenzelte in Israel © hsr

Das erste Weihnachten – eine heile Welt?

Die beiden waren jung und unerfahren. Nur durch äußere Hilfe – durch einen Engel – blieben sie zusammen. Die Zukunft war ungewiss. Sie waren von Nazareth aufgebrochen – weg vom alten, routinierten Leben, auf einem langen und mühsamen Fußweg, durch unwirtliche Witterungsverhältnisse hindurch.

Die Schwangerschaft fällt in eine ungünstige Zeit. Sie fragen sich: Warum ist unser Leben so beschwerlich? Warum passiert diese Volkszählung gerade jetzt und uns?

Aber Maria ist schon froh darüber, trotz Blicken und Kommentaren, dass sie leben darf, dass sie nicht – wie damals üblich – dem Ehrenmord preisgegeben wurde. Nun sitzt sie in der Fremde, notdürftig ein Dach über dem Kopf. Sie fragt sich: Was soll mit dem Kind werden? Es ist so verletzlich in meinen Armen. Da hat mir Gott aber einiges eingebrockt und zugemutet. Sie stillt ihr Kind und ist ganz eingenommen vom Kind.

Stille, heilige Nacht – na, die habe ich mir aber anders vorgestellt: verklärt, harmonisch, fernab der rauen, ungemütlichen Wirklichkeit.

Gott, Du bist so anders. Bei Dir geschehen heilige Dinge mitten im normalen Leben, fernab von Lobpreisstimmung und „erhebender“ Andacht.

Du, der Heiler der Welt, komm du heute in meine nicht heile Welt.

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