„Alle Männer sind Schweine“

Männer,

ich bin so wütend auf sie, auf ihre Grenzüberschreitungen, ihre gutgemeinten Ratschläge, wo ich sie nicht erbeten habe, ihre Erwartungen, dass ich immer die Gebende sein soll und ihre subtile Kritik.

„Misogyn angegriffen“ Collage © hsr

Ich bin wütend, wenn ich vor vollendete Tatsachen gestellt werde und mich als Frau ohne Nachfragen unterordnen soll oder wenn ich als Frau keine eigene Meinung haben soll. Ich fühle mich von diesen Frauenfeinden kleingemacht, abgewertet und ausgenutzt.

Jesus, ich bringe Dir meine Wut und den Hass auf Männer. Vergib mir, wo ich meinen Hass auf einige Männer verallgemeinernd auf alle Männer übertragen habe. Viele sind nicht so, wie Du sie Dir erdacht hast. Sie haben aus ihrem freien Willen heraus beschlossen, nur sich selbst zu sehen, den unreinen Begierden ihres Herzens zu folgen und Frauen mit ihren Blicken zu Objekten zu reduzieren.

Jesus, auch wenn diese Wut noch in mir lodert, so will ich diesen Männern doch vergeben. Ich will ihnen vergeben wollen. Hilf Du, dass meine Gefühle dieser Willensentscheidung hinterherhinken, so dass ich diese Männer, die mich verletzt haben, loslassen kann und nicht mehr mit ihnen abrechnen will.

Stell Du Dich, Jesus, zwischen mir und ihnen mit Deinem Schutz und hilf mir bei weiteren Grenzüberschreitungen und Manipulationen, mich positiv zu wehren und Grenzen zu ziehen, eigene Wünsche und Bedürfnisse angemessen auszudrücken.

Ich will einen Blick in mein Innerstes wagen

Soll ich es wagen – ein Blick über meinen Rand?
Mich der Wahrheit stellen?
Oder lebe ich nicht viel besser in der Illusion,
in der Verdrängung von Gewesenem?
Jesus, ich wage es.
Vor mir tut sich ein Abgrund auf,
ein stinkendes Schlammloch mit grenzenloser Tiefe.
Ich falle
Angst
Nichts zum Festhalten
Hoffnungslosigkeit
Keine Chance zur Verlangsamung
Verzweiflung
Nichts
Nur Gestank wie in einem verstopften Abflussrohr
Ekel
Nur glitschiges Etwas, das mich beim Fallen berührt.
Brechreiz

Ich schreie zu Dir, mein Gott:

Herr, hol Du mich aus dem Sumpf meines Lebens!
Hilf mir!

„Im Abflussrohr“ Collage © hsr

Gottes Überfluß

Ihr erhaltet nichts, weil ihr nicht bittet.“ (Jakobus 4,2)

Das einzige, was Gottes überfließender Fülle Grenzen setzt, sind wir selbst… Sie haben es tatsächlich in der Hand, den Gang der Dinge grundlegend zu verändern.“ .“ (zitiert aus: Das Gebet des Jabez – ein Buch in Auszügen“ in Aufatmen Nr. 1, 2002)

Mein geliebtes Kind,

kürzlich habe ich mich so richtig über dich gefreut! Es war Freitag, wo du sowieso nicht mehr so viel Power hast, und du warst in der 4. Stunde schon ziemlich genervt und fertig. Deine Schülerinnen und Schüler haben das auch bemerkt. Dabei solltest du in der 5. Stunde dieselbe Lerngruppe in genau demselben Fach wie gerade eben unterrichten.

In der Pause bist du zu mir gekommen und hast mich darum gebeten, dass ich eingreife und dir Kraft und Freude schenke. Und – was ist passiert? Du hattest mehr inneren Abstand zu der Klasse und Freude von mir bekommen. Das hat sogar die Schülerin in der ersten Reihe gemerkt, die dich gefragt hat, ob du gute Laune in der großen Pause getankt hast. Schön, dass du ihr durch die Blume gesagt hast, dass du sie von mir erhalten hast. Du warst sogar ehrlich und hast dich nicht mit fremden Federn geschmückt.

Du siehst also, es ist mir eine große Freude, eine Art Ehrensache, wenn ich dich, mein geliebtes Kind, beschenken darf, ja sogar großzügig beschenken darf.

Also merk dir, ich bin nur ein Gebet weit von dir entfernt,

dein Vater im Himmel

Lieber Vater, es tut mir leid, dass ich so kleinkariert und geizig von dir denke. Du willst mich beschenken, doch ich tue so, als ob ich alles hätte: „Kein Bedarf – ich komme schon allein zurecht.“ Vergib mir, wo ich wie ein eigenwilliges (und stolzes) Kind jede Hilfe ausschlage, nur um nicht fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Ich bitte dich jetzt um …

Lehrerin aus Überzeugung und mit Freuden

Ich habe gerne Teenager unterrichtet – meistens zumindest! Für mich war es Teamteaching mit Jesus – aus meiner Beziehung zu Jesus heraus.

Ich möchte meine Gedanken gerne mit Lehrerinnen und Lehrern teilen, die auch überlegen, wie sie fröhlich im Beruf bleiben können ohne auszubrennen.

„No Burnout“ Mischtechnik © hsr